(IS) Im Volksmund gilt Kaffee als „Flüssigkeitsräuber“. Doch hier irrt Volkes Meinung und auch restriktive Empfehlungen vieler Ernährungsberater zum Kaffeekonsum sind nicht mehr haltbar. Denn aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass auch Kaffee in die tägliche Wasserbilanz mit einzubeziehen ist. Ein „Freibrief“ für den unbegrenzten Kaffeekonsum?
Wer kennt nicht die vielen gut gemeinten Ratschläge, die uns über Jahre hinweg daran erinnern sollten, zu jeder Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, oder bei regelmäßigem Kaffeekonsum besonders viele Getränke zusätzlich zu konsumieren? Kaffee „treibt“, entzieht dem Körper Wasser und zählt damit auch nicht zur Flüssigkeitszufuhr, soviel schien noch bis vor wenigen Monaten festzustehen. Alles falsch?
Fakt ist, dass Koffein einen harntreibenden Effekt hat. Dieser hängt sowohl von der Menge als auch von der Häufigkeit des Kaffeekonsums ab. Und mit jeder zusätzlichen Wasserausscheidung werden auch wertvolle, im Urin gelöste Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium mit ausgeschieden. Allerdings ist diese Wirkung nur schwach, vorübergehend, und bei regelmäßigen Kaffeetrinkern aufgrund eines Gewöhnungseffektes kaum mehr feststellbar. Da der menschliche Organismus über viele gut funktionierende Anpassungsmechanismen verfügt, werden selbst hohe Koffeinkonzentrationen innerhalb von 3 bis 7 Stunden über eine vermehrte Salzausscheidung kompensiert. Schon noch kurzer Zeit besteht im Organismus wieder ein Flüssigkeits- sprich Wassergleichgewicht.
Daher besteht gegenwärtig Konsens, dass täglich bis zu 4 Tassen Kaffee bzw. 350 mg Koffein nicht negativ auf den Wasser- und Elektrolythaushalt wirken.
Kaffee als Allround-Durstlöscher?
Koffein hat anregende Wirkung auf Herz und Kreislauf. Es stimuliert das Nervensystem und wirkt mental aktivierend. Gerade deshalb sollte Kaffee nicht als Durstlöscher verwendet werden, zumal durch den Gewöhnungseffekt diese gewünschten Wirkungen deutlich nachlassen. Und: Kaffee enthält nur geringe Mengen wichtiger Mineralstoffe. Im Gegensatz zum genau nachvollziehbaren Mineralstoffgehalt im Mineralwasser, der auf dem Etikett dokumentiert ist, hängt der Mineralstoffgehalt des Kaffees vom verwendeten Trinkwasser ab und ist damit meist sehr niedrig. Ganz anders calcium- und magnesiumhaltige Mineralwässer wie Rosbacher Mineralwasser. Es kann mit dem 2:1 Verhältnis von Calcium zu Magnesium und durch den hohen Gehalt an diesen Fitnessmineralstoffen kalorienfrei einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Bedarfsdeckung leisten und sogar dazu beitragen, eventuell bestehende Mineralstoffdefizite auszugleichen.
Vor und beim Sport ist Kaffee als Sportgetränk keine gute Wahl. Denn durch den – wenn auch nur leichten – harntreibenden Effekt besteht zumindest kurzfristig keine optimale Wasserversorgung. Und ohne ausreichend Wasser ist der Start jeder sportlichen Belastung eher ein Fehlstart.
Nach dem Sport ist es empfehlenswert, die mit dem Schweiß ausgeschiedenen Mineralstoffe schnell wieder aufzunehmen. Im Gegensatz zu Kaffee können calcium- und magnesiumhaltiges Mineralwasser oder Sport-Schorlen aus Fruchtsaft und Mineralwasser dieser Forderung entsprechen.
Fazit:
Es schadet nicht, einige wenige Tassen Kaffee zu trinken. In bestimmten Situationen kann Kaffee durch das enthaltene Koffein sogar einen Zusatznutzen bieten. Kaffee ist damit ein Getränk, das zur täglichen Gesamtwasserzufuhr und damit zur möglichst ausgeglichenen Flüssigkeitsbilanz beiträgt. Die Trinkmenge ist dabei wie bei allen Lebens- und Genussmitteln an der individuellen Verträglichkeit und dem persönlichen Wohlgefühl auszurichten, es sollten aber nicht mehr als 4 Tassen am Tag sein.
Bezogen auf die empfohlene Gesamttrinkmenge von ca. zwei Litern am Tag trägt Kaffee demnach nicht zu mehr als maximal 30% zur Wasserbilanz bei. Damit besteht kein Freibrief für ungezügelten Kaffeekonsum. Und was ist mit den restlichen 70% der Getränkeaufnahme? Calcium- und magnesiumhaltige Mineralwässer, am besten mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1, sind ideale, kalorienfreie Durstlöscher. Sie liefern wichtige Mineralstoffe, können in jeder Situation wie z.B. auch beim Sport getrunken werden und sind in Kombination mit Apfel- oder Waldfruchtschorlen die Basis eines zeitgemäßen Trinkmanagements.
Weitere Informationen erhalten Sie gegen Einsendung von € 1,44 in Briefmarken für das Rückporto beim
INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
Stichwort „Kaffee“
In der Aue
61231 Bad Nauheim
oder unter www.isonline.de