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So trotzen Sie der Frühjahrsmüdigkeit

10.03.2004

Der Frühjahrsputz von innen

Frühling: Die Sonne strahlt vom Himmel, die Natur blüht auf, Vögel zwitschern…nur der Mensch hat dieser Tage Probleme, in Schwung zu kommen. Die Frühjahrsmüdigkeit hat sich breit gemacht. Doch warum überfällt uns mit dem nahenden Frühling Jahr für Jahr die Müdigkeit? Das liegt wohl daran, dass unsere innere Uhr nachgeht. Trotz heller werdender Tage hinkt der Körper hinterher. Denn auch er muss sich von Winter auf Sommer umstellen. Im Winter sind längere Schlafphasen vorgesehen, diese sind im Frühjahr bedeutend kürzer. Es kann daher vorübergehend zu einem Schlafdefizit kommen. Zudem fordert der Winter mit viel Dunkelheit, einem Mangel an Licht, Sauerstoff und Bewegung seinen Tribut.


Die Hormone spielen verrückt

Auch die Hormone tragen dazu bei. Im Frühjahr wird klar Schiff im Körper gemacht, quasi ein Frühjahrsputz von innen. Müdigkeit und Gereiztheit könnten auf einem Ungleichgewicht zwischen den körpereigenen Botenstoffen Melatonin und Serotonin beruhen: Hormonell betrachtet produziert der Körper im Winter mehr vom "Schlafhormon" Melatonin. Dieses wird vermehrt bei Dunkelheit gebildet, in den helleren Jahreszeiten nimmt es ab, wodurch in der Übergangsphase ein Schlafdefizit und dadurch Erschöpfung entstehen kann. Die Produktion von Serotonin, unserem „Gute-Laune-Hormon“, dagegen wird durch Lichtreize angeregt. In den dunklen Monaten werden die Reserven an Serotonin im Gehirn aufgebraucht. Die Sonne kurbelt die Hormonproduktion erst allmählich wieder an. Wenn nun im Frühjahr die Tage länger werden, befinden sich diese beiden Hormone in einer Umstellungsphase und bringen Stimmung und Schlafrhythmus durcheinander. Dazu kommt, dass im Frühjahr die Zellteilung verstärkt stattfindet – ein Prozess, der den Körper zusätzliche Energie kostet. Steigen die Temperaturen im Frühjahr, weiten sich die Blutgefäße in der Haut, um für Kühlung zu sorgen. Dafür wird allerdings mehr Blut benötigt, das den Organen entzogen wird. Dadurch sinkt der Blutdruck. Dazu kommt der niedrige Luftdruck, der das Atmen erschwert, wodurch weniger Sauerstoff aufgenommen wird.
Die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit machen sich über mehrere Wochen in einer andauernden Minderung der Leistungsfähigkeit, verbunden mit Müdigkeit, körperlicher Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Antriebs- und Lustlosigkeit, Gereiztheit, deutlichen Stimmungsschwankungen und einem erhöhten Schlafbedürfnis bemerkbar.
 

Trinken Sie die Frühjahrsmüdigkeit weg

Gerade dieser Tage ist neben einer ausgewogenen Ernährung das richtige Trinken das A und O. Wer ausreichend trinkt, sorgt dafür, dass das Blut dünnflüssig bleibt und wichtige Nährstoffe dort hintransportiert, wo sie benötigt werden. Beispielsweise wird auf diese Weise das Gehirn optimal mit Sauerstoff und Kohlenhydraten versorgt. Die mentale Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird so gefördert, Müdigkeit und Schlappheit entgegengewirkt. Außerdem ist Trinken das beste Anti-Aging-Mittel im Kampf gegen Fältchen. Gerade im Frühjahr ist unsere Haut von der Kälte der Wintermonate und von Heizungsluft gekennzeichnet. Die Zellen benötigen wieder Wasser, um prall gefüllt zu sein und einen schönen Teint zu bieten. Zusätzlich hilft trinken, überflüssige Pfunde loszuwerden. Heißhunger wird gebremst, Fettabbauprodukte optimal ausgeschieden. Kaffee, Schwarztee und Alkohol wirken allerdings kontraproduktiv – sie pushen zuerst, führen danach aber zu noch mehr Schlappheit. Am besten eignet sich jetzt mineralstoffreiches Mineralwasser, ideal mit dem Verhältnis Calcium zu Magnesium von 2:1, aber auch Frucht- und Gemüsesäfte, am besten in Form von Schorlen. Gerade jetzt sollten mindestens 2,5 Liter getrunken werden, um den Kreislauf auf Touren zu bringen. Außerdem unterstützt leicht verdauliche Kost, auf besser fünf als drei Mahlzeiten aufgeteilt, den Körper bei der Umstellung auf die wärmere Jahreszeit.
 
Mit der Nahrung Energie tanken
Meist fehlen dem Körper nach dem Winter Vitamin B, C und E sowie Eisen, Magnesium, Selen, Zink, Kalzium und Kalium. Wer jetzt Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nachtankt, kann der Frühjahrsmüdigkeit trotzen. Reichlich Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Salat geben dem Körper einen Vitamin-Kick. Trockenfrüchte helfen gegen akute Müdigkeit. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Süßes gegessen wird. Süßigkeiten verursachen einen raschen Anstieg des Blutzuckers, der aber dann durch einen hohen Insulinausstoß wieder steil nach unten geht. Dadurch wird die Müdigkeit nur noch weiter gesteigert. Durch die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen über Vollkornbrot, Müsli, und Gemüse werden starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels vermieden.

Aktiv in den Frühling starten
Um die Serotoninproduktion weiter anzukurbeln, ist es außerdem wichtig, sich möglichst viel im Freien aufzuhalten. Körperliche Betätigung stabilisiert den Kreislauf und stärkt darüber hinaus das Immunsystem. Besonders günstig sind alle Sportarten, die im Freien ausgeführt werden können, z. B. Wandern, Walking, Joggen, Rad fahren. Für Herz und Kreislauf ist die Sauna besonders gut. Sie aktiviert die körpereigene Regulation und schützt so die Gesundheit vor den Wetterlaunen des Frühlings.
 
 
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie gegen Einsendung von € 1,44 in Briefmarken für das Rückporto beim INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V., Stichwort: „Frühjahrsmüdigkeit“, In der Aue, 61231 Bad Nauheim oder unter www.isonline.de.

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