Trinken will gelernt sein – Tipps für das tägliche Glas "mehr" bei Kindern

02. März 2012

Kinder auf dem Spielplatz

Kinder spielen, toben, fahren Fahrrad und sind ständig in Bewegung. Dabei wird häufig vergessen, zwischendurch etwas zu trinken. Kinder sind zudem keine kleinen Erwachsenen, das gilt insbesondere beim Thema „Trinken“. Im Vergleich zu Erwachsenen haben sie nämlich einen erhöhten Wasserbedarf. Ihr Wasseranteil im Körper und der Wasserstoffwechsel im Verhältnis zu Körpergewicht und Körperoberfläche sind gegenüber Erwachsenen deutlich größer. Daher sind Kinder und Jugendliche in besonderem Maße von Flüssigkeitsverlusten, z.B. beim Schulsport oder beim Toben, betroffen.

Sie produzieren relativ zu ihrer Körpermasse mehr Wärme, haben aber eine geringere Schweißproduktion als Erwachsene. Ihre Thermoregulation arbeitet nicht so effektiv wie bei Erwachsenen. Bei geringen Flüssigkeitsdefiziten kommt es daher bei Kindern bereits zu einem schnelleren Anstieg der Körpertemperatur. Das Risiko von Hitzeschäden beginnt bei Kindern auf einem niedrigeren Dehydratationsniveau. Je kleiner das Kind, je höher der Anteil an Körperfett und je größer der BodyMass-Index (BMI), umso größer das Risiko und umso früher muss mit Hitzeschäden gerechnet werden. Die notwendige Trinkmenge hängt vom Alter, der körperlichen Leistung und vom Klima ab. Die Mindestmenge für ein zweijähriges Kind beträgt etwa 750 ml am Tag. Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren sollten eine Gesamtwassermenge von mindestens 75 ml je Kilogramm Körpergewicht am Tag verzehren. Bei Zehnjährigen ist die Trinkmenge noch höher.

Kinder liegen auf der Wiese und trinkenRegelmäßig ein Glas Wasser (200 ml) pro Tag mehr würde im Durchschnitt ausreichen, die Getränkeaufnahme auf das gewünschte Niveau zu erhöhen. Besonders die Eltern sind hier gefragt, sie sollten ihren Nachwuchs motivieren, öfter zu einem Glas Mineralwasser zu greifen. Denn auch trinken will gelernt sein. So sollten Eltern darauf achten, dass Kinder ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Eine einfache, erste Maßnahme ist es, bei allen Mahlzeiten ein Getränk bereit zu stellen. Dabei gilt: Das Getränk muss schmecken. Denn nur was schmeckt, wird auch getrunken. 81 % der Kinder und Jugendlichen achten beim Verzehr von Lebensmitteln besonders auf den Geschmack. Des Weiteren sind Kinder das Produkt dessen, was ihnen vorgelebt wird. Daher gilt: Selbst regelmäßig trinken. Nur durch vorgelebte Getränkevielfalt können langfristig die empfohlenen Trinkgewohnheiten entwickelt werden. Kinder lieben Lebensmittel, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen. Getränke sollten daher auch gut riechen, ansprechend aussehen und in einer fantasievollen Umgebung angeboten werden. Auch das Auge trinkt mit: auf Geschirr, Details und Accessoires achten. Außerdem entwickeln Kinder Vorlieben, wenn ihnen empfehlenswerte Getränke wiederholt und ohne Zwang angeboten werden. Hier zählt auch das Angebot: Je größer die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Getränke, desto mehr wird auch insgesamt getrunken. Getränke von daher auch immer verfügbar halten und sichtbar positionieren.

Doch nicht nur die gesamte Trinkmenge ist entscheidend, sondern insbesondere auch der Inhalt des Trinkbechers. Idealerweise sollte dieser mit einem mineralstoffreichen Mineralwasser gefüllt sein, denn dieses liefert die für das Wachstum und die Entwicklung wichtigen Mineralstoffe, u.a. Calcium und Magnesium. Ideal ist ein Mineralwasser mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1. Dieses kann je nach Vorliebe mit Fruchtsäften im Verhältnis 2 Teile Mineralwasser zu einem Teil Fruchtsaft gemischt werden oder mit einem Spritzer Zitronensaft „aufgepeppt“ werden. Limonaden, Fruchtsäfte pur sowie Milchmixgetränke sollten in Maßen genossen werden.


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Stichwort: „Trinken will gelernt sein – Tipps für das tägliche Glas "mehr" bei Kindern“
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
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